Kyanit-Schmuck

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Kyanit ist ein Aluminiumsilikat (Al₂SiO₅), das sich durch seine flachen, klingenartigen Kristalle und seine meist blaue Farbe auszeichnet. Der Stein trägt auch den Namen Disthen, der 1801 vom französischen Mineralogen René-Just Haüy eingeführt wurde: „zwei Stärken“, ein Hinweis auf die richtungsabhängige Härte, die Kyanit einzigartig macht. Der Name Kyanit selbst leitet sich vom griechischen kyanos, „blau“, ab. Bei Vesperale finden Sie Kyanit als Schmuck, Rohstäbe und getrommelte Steine, überwiegend aus Brasilien und Nepal.

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Was sind die Eigenschaften von Kyanit?

Kyanit gehört zu den Nesosilikaten und hat die Formel Al₂SiO₅. Das Kristallsystem ist triklin und das spezifische Gewicht liegt bei etwa 3,6. Die bekannteste Eigenschaft ist die anisotrope Härte: Entlang der Längsachse des Kristalls misst Kyanit etwa 4 bis 4,5 auf der Mohs-Skala, quer dazu steigt dies auf 6 oder 7. Dasselbe Mineral verhält sich also in einer Richtung weich und in der anderen hart. Kyanit hat dabei eine perfekte Spaltbarkeit entlang der Länge, was den Stein schwierig zu schleifen macht und bei falscher Behandlung bruchanfällig ist. Die Farbe ist meist blau, aber auch Grün, Schwarz, Grau und Farblos kommen vor; eine seltene orangefarbene Variante verdankt ihren Farbton Mangan. Kyanit teilt seine chemische Formel mit zwei anderen Mineralien, Andalusit und Sillimanit, die unter anderen Druck- und Temperaturbedingungen entstehen. In der westlichen Kristalllehre ist Kyanit als ein Stein bekannt, den man nicht reinigen muss, und wird mit Kommunikation und Intuition in Verbindung gebracht. Diese Bedeutungszuschreibung ist kultureller Natur und hat keine mineralogische Grundlage.

Welche Kristalle lassen sich gut mit Kyanit kombinieren?

In Kristallritualen wird blauer Kyanit oft mit Bergkristall, Amethyst und Selenit kombiniert. Bergkristall gilt in diesen Anordnungen als Verstärker und passt ästhetisch gut zum kühlen Blau des Kyanits. Amethyst und Kyanit werden zusammen in Meditationsanordnungen für Ruhe und Klarheit verwendet. Die Kombination mit Selenit ist in Grids beliebt, obwohl beide Steine praktische Vorsicht erfordern. Achten Sie bei der Lagerung besonders auf die Spaltbarkeit von Kyanit: Die flachen Stäbe brechen leicht entlang der Länge und die weiche Längsrichtung zerkratzt schnell. Lagern Sie Kyanit daher separat, nicht lose in einem Beutel mit härteren Steinen wie Bergkristall oder Amethyst. Selenit (Härte 2) und Kyanit gehören aus demselben Grund nicht ungetrennt zusammen.

Häufig gestellte Fragen zu Kyanit

Darf Kyanit ins Wasser?
Lieber nicht dauerhaft. Kyanit hat eine perfekte Spaltung entlang der Längsachse und kann nach wiederholtem Kontakt mit Wasser spalten oder bröckeln, besonders bei rohen Stäben. Trockene Reinigung mit einem weichen, trockenen Tuch ist die sicherste Methode. Spülen unter stark fließendem Wasser wird in der Edelsteingemeinschaft abgeraten.

Warum hat Kyanit zwei unterschiedliche Härtegrade?
Aufgrund seiner Kristallstruktur ist Kyanit anisotrop: Die Härte hängt von der Richtung ab, in der gemessen wird. Entlang der Längsachse ist der Stein relativ weich (Mohs 4 bis 4,5), quer dazu merklich härter (Mohs 6 bis 7). Diese Eigenschaft führte zum historischen Namen Disthen, „zwei Stärken“.

Woher kommt Kyanit?
Wichtige Fundorte liegen in Brasilien (u.a. Minas Gerais), Nepal und Indien. Das Kali Gandaki-Gebiet im Grenzgebiet von Nepal und Tibet ist bekannt für Kyanit von guter Qualität. Darüber hinaus wird der Stein unter anderem in der Schweiz und den Vereinigten Staaten gefunden.

Edelsteine sind Naturmaterialien. Wir beschreiben sie im Rahmen spiritueller und historisch-kultureller Tradition. Keine Gesundheitsversprechen. Bei medizinischen oder mentalen Beschwerden: Arzt, Therapeut oder Pflegepersonal.