Türkiser Schmuck
Filter
Türkis ist ein hydratisiertes Kupfer-Aluminium-Phosphat mit der Formel CuAl₆(PO₄)₄(OH)₈·4H₂O, das als sekundäres Mineral in Kupfererz entsteht. Der Stein wird seit mindestens 6000 v. Chr. verwendet: Ägypten gewann Türkis in der Sinai-Wüste und nannte den Stein Mefkat, Persien (das heutige Iran) lieferte jahrhundertelang das leuchtend blaue Topmaterial, und bei den Navajo, Zuni und Hopi im Südwesten der Vereinigten Staaten ist Türkis bis heute ein heiliger Stein in Schmuck und zeremoniellen Objekten. Bei Vesperale finden Sie Türkis in Schmuckstücken, Perlen und getrommelten Steinen.
Fragen zu dieser Kategorie
Was sind die Eigenschaften von Türkis?
Türkis hat eine Härte von 5 bis 6 auf der Mohs-Skala, was ihn im Vergleich zu Quarzarten relativ weich und empfindlich macht. Das spezifische Gewicht liegt bei etwa 2,7. Der Stein bildet selten Kristalle: Das Material kommt als massive oder mikrokristalline Knötchen, Krusten und Adern vor. Die blaue Farbe stammt von Kupfer; Eisen macht den Stein grüner, je mehr Eisen, desto mehr verschiebt sich die Farbe ins Blaugrüne. Die oft sichtbare braune oder schwarze Äderung wird als Matrix bezeichnet: Das ist das umgebende Muttergestein, das in den Stein mitgeschnitten wurde. Ein fein verzweigtes Matrixmuster wird im Handel Spinnennetz-Türkis genannt. Türkis ist porös, wodurch er Feuchtigkeit, Fett und Farbstoffe aufnimmt. In verschiedenen Kulturen gilt Türkis traditionell als Schutzstein für Reisende, eine Bedeutung, die kultureller Natur ist und keine mineralogische Grundlage hat.
Welche Kristalle lassen sich gut mit Türkis kombinieren?
In Kristallritualen wird Türkis oft zusammen mit Lapislazuli, Malachit und Koralle verwendet. Lapislazuli und Türkis werden in der Tradition des alten Ägypten und des Nahen Ostens seit Jahrtausenden zusammen verarbeitet, oft in denselben Schmuckstücken und Intarsien. Malachit teilt mit Türkis eine Kupferbasis und einen grün-blauen Farbton, was die Kombination ästhetisch logisch macht. Koralle neben Türkis ist ein klassisches Motiv in der südwestamerikanischen Silberschmiedekunst. Beachten Sie bei der Lagerung die Härte: Türkis (5 bis 6) ist weicher als viele andere Steine und kratzt schnell. Bewahren Sie ihn getrennt von Bergkristall (7), Amethyst (7) und Citrin (7) auf und halten Sie ihn fern von Silberputzmitteln und Öl, da der poröse Stein diese aufnimmt.
Häufig gestellte Fragen zu Türkis
Wie erkennt man echten Türkis von gefärbtem Howlith oder Magnesit?
Howlith und Magnesit sind weiße, poröse Mineralien, die blau gefärbt und dann als Imitat-Türkis, manchmal unter dem Namen Türkinit, verkauft werden. Der Unterschied liegt in der Härte: Türkis hat eine Härte von 5 bis 6 auf der Mohs-Skala, Howlith und Magnesit liegen niedriger, bei etwa 3,5 bis 4,5. Ein Tuch oder Wattestäbchen mit Aceton kann lose Farbe von einem gefärbten Imitat entfernen; bei echtem Türkis geschieht dies nicht. Neben Imitaten gibt es behandelten Türkis: Viel Handelsware ist stabilisiert, mit Harz oder Wachs imprägniert, um den porösen Stein härter und tragbarer zu machen. Unbehandelter natürlicher Türkis ist relativ selten und daher teurer.
Was ist die Matrix in Türkis?
Die Matrix ist die braune, graue oder schwarze Äderung im Stein. Sie ist keine Verfärbung, sondern das Muttergestein, in dem der Türkis entstanden ist und das beim Schleifen sichtbar bleibt. Ein dichtes, netzartiges Muster wird Spinnennetz-Türkis genannt. Ob Matrix gewünscht ist, hängt vom Geschmack ab: Manche Traditionen und Sammler schätzen einen gleichmäßigen blauen Stein, andere gerade die Zeichnung.
Wie pflegt man Türkis?
Halten Sie Türkis fern von Wasser, Parfüm, Kosmetika, Schweiß und Öl. Der Stein ist porös und nimmt Feuchtigkeit und Substanzen auf, wodurch blauer Türkis grünlich verfärben kann. Reinigen Sie ihn daher nicht mit Wasser oder Seife, sondern wischen Sie den Stein mit einem trockenen oder leicht feuchten, weichen Tuch ab und trocknen Sie ihn sofort. Legen Sie Schmuck mit Türkis vor dem Duschen, Schwimmen oder Sport ab.
Edelsteine sind natürliche Materialien. Wir beschreiben sie im Rahmen spiritueller und historisch-kultureller Tradition. Keine Gesundheitsversprechen. Bei medizinischen oder mentalen Beschwerden: Arzt, Therapeut oder Gesundheitsdienstleister.
Zum Warenkorb hinzugefügt