Karneol
Karneol ist die orange bis rotbraune Varietät von Chalcedon, einem Quarz mit zu feinen Kristallen für das bloße Auge. Eisenoxid verleiht dem Stein seine Farbe. Schon im alten Rom und Ägypten war dies der Siegelstein schlechthin.
Herkunft und Bildung
Karneol entsteht als Chalzedon: mikrokristalliner Quarz, der aus Kristallen aufgebaut ist, die man ohne Mikroskop nicht sieht. Während der Entstehung wird das Material von Eisenoxid durchdrungen, welches den Stein färbt. Wenig Eisen ergibt helles Orange. Mehr Eisen verschiebt den Farbton zu einem tiefen Rotbraun.
Indien gilt seit Jahrhunderten als der wichtigste Fundort. Rohe Stücke werden dort seit jeher in die Sonne gelegt, da die Wärme das Orange zu einem volleren, röteren Farbton vertieft. Auch aus Brasilien und Madagaskar kommt Karneol. Woher eine bestimmte Charge stammt, geben wir pro Produkt an, sofern bekannt.
Eigenschaften
Die Farbe reicht vom zarten Orange einer getrockneten Aprikose bis zum Rotbraun von starkem Tee. Oft zeigt sich eine wolkige Zeichnung, manchmal eine feine Bänderung. Mit einer Härte von 6,5 bis 7 auf der Mohs-Skala ist Karneol gut kratzfest. Er übersteht ein Leben in einer Jackentasche.
Diese harte, glatte Oberfläche erklärt einen alten Brauch. Im alten Rom und Ägypten war Karneol der Siegelstein schlechthin: Heißes Wachs bleibt nicht daran haften, so dass ein gravierter Karneol ein scharfes Siegel hinterließ, ohne zu kleben. Die Ägypter gaben den Stein zudem mit in Gräber.

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Häufige Fragen zu Karneol
Wie reinigt man Karneol?
Wasser ist kein Problem. Bei Härte 7 und dichter Oberfläche können Sie ihn abspülen und danach trockenreiben. Scheuermittel sollten Sie vermeiden.
Woran sehe ich den Unterschied zu rotem Jaspis?
Sie ähneln sich, aber Karneol lässt Licht durch, Jaspis bleibt undurchsichtig. In der Hand ist dieser Unterschied meist sofort zu sehen.
Bekommt Karneol eine Bearbeitung, bevor er verkauft wird?
Viel Karneol ist Achat, der durch Erhitzen orange geworden ist, eine Methode aus der Antike. Das ist im Handel üblich und bei uns steht es im Produkttitel, wenn es zutrifft.
In der Kristalllehre und Astrologie
Sternzeichen
In der westlichen Astrologie wird Karneol traditionell mit dem Sternzeichen Widder in Verbindung gebracht.
Chakra
Laut der Chakrenlehre wird der Karneol dem Sakralchakra, dem zweiten Chakra, knapp unterhalb des Nabels, zugeordnet.
Absicht
In der Kristalllehre steht Karneol für Tatkraft und Manifestation: den Vorsatz in einen ersten Schritt umsetzen.
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Nach KarneolKarneol ist ein Naturstein. Die oben genannten Themen, vom Sakralchakra bis zur Manifestation, stammen aus der Kristalllehre und der astrologischen Überlieferung. Es sind Traditionen, die wir weitergeben, keine Versprechen über Wirkungsweisen. Bei körperlichen oder geistigen Beschwerden gehen Sie zu einem Arzt.