Obsidian
Obsidian ist kein Kristall, sondern Vulkanglas: Lava, die so schnell erkaltete, dass kein Kristallgitter wachsen konnte. Die Oberfläche glänzt wie dunkles Flaschenglas. Die Bruchränder sind schärfer, als man erwartet.
Herkunft und Bildung
Obsidian entsteht dort, wo silikatreiche Lava an der Oberfläche so schnell abkühlt, dass die Atome keine Zeit haben, sich in einem Gitter anzuordnen. Das Ergebnis ist amorphes Glas, die gleiche Familie wie Fensterglas, nur von einem Vulkan hergestellt. Streng genommen gehört Obsidian damit nicht zu den Mineralien, obwohl er in fast jedem Kristallladen ganz normal zwischen den Steinen liegt.
Bekannte Fundorte sind Mexiko und der Westen der Vereinigten Staaten. Island liefert Obsidian aus jungen Lavafeldern. In Armenien wird das Glas bereits seit prähistorischen Zeiten abgebaut und verarbeitet.
Eigenschaften
Mit einer Härte von 5 bis 5,5 auf der Mohs-Skala ist Obsidian weicher als Quarz. Wenn er bricht, bricht er muschelig: gebogene Flächen mit Kanten, die messerscharf sein können. Schon in der Steinzeit schlugen Menschen daraus Messer und Pfeilspitzen. Obsidian-Skalpelle tauchen sogar in der modernen Chirurgie auf.
Schneeflocken-Obsidian trägt grauweiße Flecken aus Cristobalit, als wären Eisblumen auf dem Schwarz gewachsen. Gold-Obsidian und Regenbogen-Obsidian zeigen bei drehendem Licht einen Metallglanz auf der Oberfläche, ähnlich wie Benzin auf nassem Asphalt.

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Häufige Fragen zu Obsidian
Kann Obsidian unter den Wasserhahn?
Das geht ohne Weiteres. Obsidian erreicht Härte 5 tot 5,5 und nimmt keine Feuchtigkeit auf, Abspülen unter dem Hahn reicht also. Seife braucht es nicht.
Womit wird Obsidian verwechselt?
Sie ähneln sich, aber Obsidian ist Glas, nur vulkanischen Ursprungs. In der Hand ist dieser Unterschied meist sofort zu sehen.
Woran erkennt man Obsidian?
Es ist Lava, die so schnell abkühlte, dass keine Kristalle wachsen konnten; in der Vorgeschichte wurden Messer daraus gefertigt.
In der Kristalllehre und Astrologie
Sternzeichen
In der westlichen Tradition wird Obsidian mit Skorpion in Verbindung gebracht.
Chakra
Der Chakrenlehre zufolge gehört Obsidian zum Wurzelchakra, der Basis des Systems.
Absicht
Die Überlieferung verbindet Obsidian mit Schutz und Loslassen. Wer tiefer gräbt, stößt auf das Thema Transformation und den alten Beinamen „Spiegel der Seele“.
Die Verknüpfungen zu Sternzeichen, Chakra und Intention stammen aus Überlieferung. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen sie nicht. Wir treffen daher keine Aussagen über die Wirkung auf Körper oder Geist. Obsidian ist ein Naturprodukt: Farbe und Zeichnung variieren je nach Stein.