Turmalin
Turmalin ist kein einzelner Stein, sondern eine Familie von Borosilikatmineralien, die in praktisch jeder Farbe vorkommt. Dieser Eintrag befasst sich mit der bekanntesten Variante: Schörl, dem schwarzen Turmalin. In unserer Turmalin-Kollektion finden Sie fast immer diese schwarze Form.
Herkunft und Ausbildung
Turmalin kristallisiert oft in Pegmatiten, grobkörnigen Gesteinen, die entstehen, wenn die letzten Magmareste langsam abkühlen. Schörl verdankt seine tiefe Schwarzfärbung einem hohen Eisengehalt. Von allen Turmalin-Varianten ist dieser bei weitem am häufigsten zu finden.
Bekannte Fundorte liegen in Brasilien und Pakistan. Auch Afrika liefert viel Material, wobei Namibia das bekannteste Herkunftsland ist. Dort lösen sich manchmal lange, glänzend schwarze Säulen nahezu unversehrt aus dem Muttergestein.
Eigenschaften
Schörl ist undurchsichtig schwarz, mit einem Glanz, der zwischen Glas und Teer liegt. Das deutlichste Erkennungsmerkmal befindet sich auf den Prismaflächen: vertikale Rillen, als ob jemand mit einem feinen Kamm darüber gegangen wäre. Man spürt sie, wenn man einen Fingernagel quer über den Kristall zieht. Mit einer Härte von 7 bis 7,5 auf der Mohs-Skala ist der Stein gut gegen Kratzer beständig.
Turmalin hat zudem eine physikalische Besonderheit: Das Mineral ist pyroelektrisch und piezoelektrisch. Bei Erwärmung oder Druck entsteht an den Enden des Kristalls eine kleine elektrische Ladung. Niederländische Händler des 18. Jahrhunderts bemerkten bereits, dass ein erwärmter Turmalin Asche anzog, und nannten den Stein daher Aschentrekker. Reine Physik, keine spirituelle Eigenschaft.

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Häufige Fragen zu Turmalin
Darf Turmalin ins Wasser?
Ja. Mit Härte 7 tot 7,5 und ohne poröse Struktur kann Turmalin problemlos unter den Wasserhahn. Lauwarmes Wasser und ein weiches Tuch genügen; lassen Sie ihn danach an der Luft trocknen.
Kann ich Turmalin täglich tragen?
Ja. Härte 7 tot 7,5 reicht reichlich für ein Armband oder eine Kette, die jeden Tag mit muss. Bewahren Sie ihn getrennt von härteren Steinen auf, dann bleibt die Oberfläche glatt.
Was macht Turmalin besonders?
Turmalin lädt sich elektrisch auf, wenn man ihn erwärmt oder zusammendrückt; schwarze Stäbchen spalten leicht in Längsrichtung.
In der Kristallheilkunde und Astrologie
Sternzeichen
In der Kristalllehre wird schwarzer Turmalin traditionell mit dem Sternzeichen Steinbock assoziiert.
Chakra
Der Überlieferung zufolge gehört der schwarze Turmalin zum Wurzelchakra, in dieser Lehre die Basis des Energiesystems.
Absicht
In der Kristalllehre gilt der schwarze Turmalin von alters her als DER Schutzstein.
Die genannten Assoziationen mit Sternzeichen, Chakren und Intentionen stammen aus der traditionellen Kristalllehre und gehören zur Kulturgeschichte rund um Edelsteine. Es sind keine medizinischen oder therapeutischen Behauptungen und ersetzen keine professionelle Beratung.