Kristall-Lexikon
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Baryt

Das Erste, was an Baryt auffällt, ist das Gewicht. Nehmen Sie einen blauen Kristall in die Hand, der wie ein leichter, spröder Stein aussieht, und er wiegt fast das Doppelte des Erwarteten. Daher hat er seinen Namen.

Herkunft und Entstehung

Baryt ist Bariumsulfat und bildet sich in hydrothermalen Gängen und in Sedimentgestein. Die blauen Kristalle, die als Edelstein verkauft werden, stammen größtenteils aus Marokko, wo sie in Rosetten und in flachen tafeligen Kristallen vorkommen.

Der Name kommt vom griechischen barys, das schwer bedeutet. Mit einer Dichte um 4,5 ist Baryt erheblich schwerer als Quarz, der bei 2,65 liegt, obwohl er viel leichter aussieht.

Merkmale

Hellblau bis fast weiß, durchscheinend, mit flachen Kristallen, die in Fächern oder Rosetten auseinanderwachsen. Die Ränder sind dünn und brechen leicht ab. Härte 3 bis 3,5, ein Fingernagel zerkratzt ihn also knapp nicht und ein Schlüssel schon.

Bariumverbindungen gelten als schädlich, Baryt selbst ist jedoch praktisch unlöslich und wird gerade deshalb in der Medizin als Kontrastmittel geschluckt. Anfassen ist unbedenklich; Schleifen oder Feilen ohne Absaugung nicht, wie bei jedem Steinstaub.

Bariet / Vanadeniet ruwe edelsteen nr.23
Baryt. Baryt wiegt bei gleichem Volumen fast das Doppelte von Quarz. Mit zwei Steinen in der Hand spüren Sie das sofort.

Häufige Fragen zu Baryt

Kann Baryt unter den Wasserhahn?

Kurz abspülen geht, länger nicht. Baryt liegt mit Härte 3 tot 3,5 im empfindlicheren Bereich. Langes Einweichen kann die Oberfläche angreifen. Trocknen Sie ihn sofort ab.

Womit wird Baryt verwechselt?

Sie ähneln sich, aber Baryt ist viel schwerer, als er aussieht, Selenit dagegen auffallend leicht. In der Hand ist dieser Unterschied meist sofort zu sehen.

Was macht Baryt besonders?

Baryt wiegt bei gleichem Volumen fast das Doppelte von Quarz. Mit zwei Steinen in der Hand spüren Sie das sofort.

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Zu Baryt
Gut zu wissen

Diese Informationen beruhen auf Überlieferung und Kulturgeschichte rund um Edelsteine, nicht auf wissenschaftlichem Nachweis. Sie sind keine medizinische oder therapeutische Beratung und ersetzen keine professionelle Betreuung.